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Aktualisiert am
15.09.2011

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Boimstorf
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Die Geschichte von Boimstorf...

Erste Urkunde

Im Jahre 1324 wird Boimstorf in alten Schriften zuerst genannt als Bomestrupe, 1327 Bomestrup, 1344 Bomesdorf.
Der Abt von Luttre (Königslutter) überläßt dem Herzog Otto den Thegeden (Zehnten) von Boimstorf. Die Endsilbe “Dorf” deutet auf eine gemeinsame Niederlassung dicht beieinander wohnender Ansiedler hin.

Dorflage

Boimstorf ist ein (wendischer) Rundling. Um einen flachen Halbmond, auf dem die Kirche und Schule stehen, gruppieren sich die Hälfte, der ehemals 14 Anbauern am Rande des Rundlings, den Köstern und den Brinksitzern.
Schon die ersten Ansiedler sind Sachsen gewesen. Sie bauten ihr niedersächsisches Einheitshaus; Wohnung, Stall und Scheune unter einem Dach, welches mit Stroh gedeckt war. Man trat durch ein Tor auf eine “Däle”, an der rechts und links die Stallungen lagen und hinten die Wohnräume der Menschen. Die Häuser Nr. 9 und Nr. 12 lassen heute noch diesen Baustil erkennen. Das letzte Strohhaus Nr. 6 wurde um 1910 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

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Ein am 26. Juni 1868 ausgebrochener Brand, der 6 Gehäfte in Glut und Asche legte, hat mit den noch sogenannten Neubauten das Bild der alten Dorflage nicht wenig verändert. Anstelle des niedersächsischen Einheitshauses trat eine fränkische Hoflage, in der in Vierecksform Wohnhaus, Stall und Scheune getrennt lagen; zum Teil Fachwerk mit Holz aus Sundern, zum Teil Backsteinbau.

In unserer Zeit sind mehrere Baustellen von Altsteingeschossen errichtet. Die Einwohnerzahl betrug 1750 bis 181, 1850 bis 275, 1950 bis 500 Einwohner. Durch die heimatvertriebenen Schlesier u. a. also stieg die Einwohnerzahl.

Die Bauern

Wie überall in deutschen Landen waren die Bauern nicht Eigentümer ihres Hofes, sondern Lehnsherren, Pächter oder Nutznießer. Eigentümer war der “edele”, später “adelige”, Herr, auch Meinherr genannt. Diesem hatten sie jährlich Abgaben in Naturalien oder Geld zu entrichten. Die Boimstorfer Bauern waren, wie alle anderen um den Wohld, dem Herren auf Campen hörig. Wer sich als guter “Meier”, führte konnte nach 9 Jahren bei demselben Zins seinen Hof behalten, sonst wurde er “abgemeiert”.

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Boimstorf-Wappen

1433 wurde die Hörigkeit im Lande Braunschweig aufgehoben, die Spanndienste wurden erst zwischen 1830 und 1850 abgelöst. Vor 150 Jahren lagen noch über 1700 Morgen der 3000 Morgen großen Boimstorfer Feldmark in Brache. Angebaut wurde Korn, Kartoffeln und Flachs. Bei der Separation 1856 wurden die schmalen Felder zu gröeren Plänen zusammengelegt und nach Bodenqualität aufgeteilt. Auch die geimeinsamen Koppelweiden wurden aufgeteilt. Auf den zugeteilten Feldern konnten nun die Bauern selbstständig wirtschaften. Mit der neuen Generation setzte sich auch der Rübenbau durch. Die Bauern wurden auch Aktionäre der beiden Zuckerfabriken in Königslutter. Durch den Kunstdünger wurde der Anbau von Rüben auf immer mehr Flächen möglich, heute etwa 300 Morgen.

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In Verbindung mit dem Rübenbau und dem Weideland steht die Viehwirtschaft, vor allem Milchvieh. Die Milch wurde bis 1970 an die Molkerei in Glentorf geliefert. Neben dem Milchvieh werden Schweine gemästet.
Erholung fanden die Leute in ihren Vereinen und den Festen. Vor 100 Jahren feierten die Bauern mit ihrem Gesinde Fastnacht, damals das einzige Vergnügen neben dem Erntefest. Getrunken wurde Luttersches Bier und Ochsendorfer Schnaps. 1874 wurde ein Gesangverein gegründet, 1899 der Kriegsverein. Er vereinte mit seinen Sommerfesten die Gemeinden Boimstorf und Rotenkamp. Jetzt gibt es einen Sportverein, in dem Fußball gespielt wird.
Einen Mittelpunkt anderer Art bildete die Kirche. Die alte Kapelle war 1340 erbaut worden, mitten auf dem Dorfplatz. Es fanden dort im Jahr 4 Abendmahlgottesdienste statt. Sonst gingen die Boimstorfer nach Glentorf zur Kirche. Nachdem die neue Kirche erbaut war, wurde die Zahl der Gottesdienste auf jährlich 15 erweitert, später war sonntäglich Gottesdienst, heute vierzehntäglich. Die Kirche steht auch der katholischen Gemeinde zur Verfügung.

Quelle: Konfirmanden-Buch von 1971; zur Verfügung gestellt von Uwe von Cyrson.
Fotos
© Jens Oberheidtmann

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